Aufgaben und Eckpunkte eines Technischen Controllings in der Instandhaltung

Gerade in Zeiten der Unsicherheit mit überraschenden und sich schnell ändernden Marktveränderungen sind auch die internen Planungs- und Steuerungswerkzeuge auf den Prüfstand zu stellen. Dies gilt nicht nur auf der Unternehmensführungsebene. Auch die Fachabteilungen sind hierbei gefordert, die bestehenden Strukturen und Prozesse an die geänderten Anforderungen anzupassen. Davon ist auch das Technische Controlling in der Instandhaltung betroffen. Doch worauf ist hierbei besonders zu achten?

Typische Aufgaben des Technischen Controllings

Die Ausrichtung des Technischen Controllings erfolgt unter Berücksichtigung der Zielsetzung in der Instandhaltung und den damit verbundenen Aufgaben. Typische Aufgaben des Technischen Controllings sind z.B.:

  • Unterstützung bei der Ableitung des Instandhaltungsbudgets
  • Einhaltung und Entwicklung der Instandhaltungskosten, Projektkosten,…..
  • Durchführung von Wirtschaftlichkeitsvergleichen
  • Ermittlung von Verrechnungs-, Stunden- oder Maschinenstundensätze
  • Sammeln und aufbereiten von Daten wie z.B. Anlagenverfügbarkeiten, Verschwendungen in den Prozessen,…
  • Pflege der Kennzahlen oder des Kennzahlensystems
  • Erstellen von Forecasts, Standardberichten und Sonderauswertungen
  • ….

An den Aufgaben wird sich auch zukünftig eher weniger ändern. Ändern werden sich jedoch die Tools, Methoden und Werkzeuge, die dem Technischen Controlling zur Verfügung stehen sowie die Aufgabenschwerpunkte und Erwartungen seitens der internen Kunden.

Worauf sollte beim Technischen Controlling besonders geachtet werden?

Dies bedeutet, dass der notwendige Rahmen zur erfolgreichen Umsetzung des Technischen Controllings im Unternehmen meist bereits vorhanden ist. Folgende Aspekte sind hierbei von besonderer Bedeutung:

  • Aufgaben und Ziele des Technischen Controllings genau beschreiben
  • Prozesse beschreiben inklusive der Rollen und Verantwortlichkeiten sowie der Schnittstelle zum Unternehmens-Controlling
  • Organisatorische Verankerung im Unternehmen und damit Klärung der personellen Ausstattung
  • Bereitstellung der erforderlichen EDV sowie Aufbau und Weiterentwicklung der benötigten Strukturen
  • Festlegen der benötigten Standards zur Umsetzung im Tagesgeschäft. Hierzu gehören auch die Methoden zur Datenaufbereitung, -bewertung und –analyse

Unternehmen, die bereits ein Technisches Controlling erfolgreich aufgebaut haben, sollten den Status-Quo unter Nutzung der folgenden Bewertungskriterien kritisch bewerten und ggf. notwendige Änderungen schnell umsetzen:

  • Schnelligkeit: Reichen die implementierten Planungs- und Steuerungsprozesse aus, um schnell auf Veränderungen zu reagieren bzw. proaktiv Veränderungen zu identifizieren?
  • Effizienz: Können Analysen, Sonder-Auswertungen und Berichte mit geringem Aufwand erstellt werden?
  • Tools: Werden neben den ERP-System auch Data Analytics Tools genutzt, um bessere Analysen durchzuführen?
  • Capability: Stehen ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung, um auch die neuen Methoden/Tools zweckmäßig zu nutzen ?
  • Qualität: Reicht die Datenqualität und der Datensee aus, um die Entscheidungsfindungen optimal zu unterstützen?

Ohne eine Anpassung des Technischen Controllings an die veränderten Rahmenbedingungen wird eine schnelle und präzise Steuerung zukünftig immer schwieriger und mit immer größeren Risiken behaftet sein.

Mehr Informationen zum Technischen Controlling

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