TOP 3 Gründe für 3D-Druck in der Instandhaltung

Additive Fertigung

Der 3D-Druck revolutioniert die Welt der Instandhaltung: Von der Herstellung von Ersatzteilen bis hin zur Optimierung von Arbeitsprozessen bietet diese innovative Technologie zahlreiche Vorteile. In diesem Blogbeitrag werden wir uns genauer mit den TOP 3 Gründen des 3D-Drucks in der Instandhaltung befassen. Als Instandhaltungsleiter möchten Sie sicherstellen, dass Ihr Team mit den neuesten Entwicklungen Schritt hält und von den Vorteilen des 3D-Drucks profitieren kann? Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie der 3D-Druck die Instandhaltung verbessern kann.

Die Instandhaltung ist ein wesentlicher Bestandteil jedes Unternehmens, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die schnelle Reparatur von Maschinen und Anlagen sind entscheidend, um Ausfallzeiten zu minimieren. Der traditionelle Weg der Beschaffung von Ersatzteilen ist jedoch oft zeitaufwändig und kostspielig. Hier kommt der 3D-Druck ins Spiel. Diese Technologie hat das Potenzial, die Instandhaltung grundlegend zu verändern und Ihnen als Instandhaltungsleiter zahlreiche Vorteile zu bieten.

TOP 1: Verfügbarkeit von Ersatzteilen

Es kommt immer häufiger zu Lieferverzögerungen bei der Beschaffung von Ersatzeilen. Selbst bei Standardartikeln müssen Unternehmen mittlerweile eine Lieferzeit von 6-8 Wochen einrechnen, die ansonsten innerhalb von wenigen Tagen angeliefert werden konnten. Der Ausfall von wichtigen Anlagenkomponenten in der Produktion, kann zu längeren Ausfallzeiten führen. Mit dem 3D-Druck können Sie Ersatzteile direkt vor Ort herstellen, ohne auf externe Lieferanten angewiesen zu sein. Sie brauchen lediglich das 3D-Modell des Bauteils und einen 3D-Drucker. Dadurch können Sie schnell reagieren und die benötigten Teile innerhalb kürzester Zeit herstellen.

TOP 2: Kostenersparnis

Das Beziehen der Ersatzteile von externen Unternehmen kann sehr kostspielig sein, insbesondere bei seltenen oder veralteten Komponenten. Durch den 3D-Druck können Sie diese Kosten erheblich reduzieren. Denn schnellere Reparaturen bedeuten geringere Ausfallzeiten und so können z.B. hohe Opportunitätskosten vermieden werden. Anstatt große Mengen an Ersatzteilen auf Lager zu halten, können Sie diese bei Bedarf selbst drucken. Dadurch reduzieren Sie die Lagerkosten und minimieren darüber hinaus das Risiko, veraltete oder ungenutzte Teile einzubauen. Aber auch bei der Materialbeschaffung können Sie Kostenersparnisse erzielen. Jedoch nicht jedes Ersatzteil ist aus wirtschaftlicher Sicht für den 3D-Druck geeignet. Daher sollte zunächst geprüft werden, welche Prozesskosten von der Bestellanforderung bis zur Anlieferung anfallen. Mittels einer Wirtschaftlichkeitsrechnung identifizieren Sie anschließend leicht die Teile, welche durch den (eigenen) 3D-Druck wirtschaftlich angefertigt werden können. Positiv auf die Entscheidung pro 3D-Druck wirken u.a. die folgenden Kostenfaktoren:

  • Reduzierte Stillstandszeiten und damit Margenverluste durch schnellere Verfügbarkeit des Ersatzteils
  • Reduzierte Materialkosten insbesondere bei komplexen Teilen mit hohem Materialverbrauch

TOP 3: Anpassungsfähigkeit und Flexibilität

Der 3D-Druck ermöglicht es Ihnen, Ersatzteile genau nach Ihren Anforderungen anzufertigen.

Bei Anlagenverbesserungen können Sie das Design optimieren, um die Leistung zu verbessern oder das Gewicht zu reduzieren. Dadurch können Sie die Effizienz und Haltbarkeit der Teile erhöhen. Die Flexibilität des 3D-Drucks ermöglicht es Ihnen, auf sich ändernde Anforderungen schnell zu reagieren.

Fazit

Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen ist ein zentraler Aspekt für Sie als Instandhaltungsleiter, um Ausfallzeiten zu minimieren und Produktionsprozesse aufrechtzuhalten.

Der 3D-Druck bietet der Instandhaltung zahlreiche Vorteile. Von der schnellen Herstellung von Ersatzteilen über die Kostenersparnis bis hin zur Anpassungsfähigkeit und Flexibilität bietet diese Technologie eine Vielzahl von Möglichkeiten, die den Arbeitsablauf in der Instandhaltung verbessern können. Daher sollten Sie den Einsatz des 3D-Drucks in Betracht ziehen, um so die Effizienz in der Instandhaltung weiter zu steigern, Ausfallzeiten zu minimieren und Kosten zu senken.

FAQ

Hier erhalten Sie einen schnellen Überblick über das Wesentliche:
Muss ich jedes Ersatzteil mit dem 3D-Druck herstellen können?

Nein, das ist nicht der Fall. Der 3D-Druck ist kein Allheilmittel. Die Machbarkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie den Anforderungen an Materialstärke, Belastungen und Temperaturbeständigkeit des Bauteils. Bevor Sie eine breite Einführung planen, sollten Sie mit einer wirtschaftlichen und technischen Machbarkeitsstudie beginnen. Analysieren Sie zuerst die kritischsten Teile – jene Komponenten, bei deren Ausfall die größten Stillstandskosten entstehen. Dort sehen Sie den höchsten Nutzen aus der On-Demand-Fertigung.

Wie kann ich sicherstellen, dass der 3D-Druck wirklich günstiger ist als der traditionelle Kauf?

Die Kostenersparnis ergibt sich selten nur aus dem Material. Der größte Vorteil sind die sogenannten vermeidbaren Opportunitätskosten. Ein teures Ersatzteil von einem externen Lieferanten zu kaufen, führt nicht nur zu hohen Einkaufspreisen, sondern verursacht auch verlorene Produktionszeiten und Leerlaufkosten der gesamten Linie. Durch den eigenen Druck minimieren Sie diese Stillstandskosten drastisch. Zudem senken Sie die Lagerhaltungskosten, da Sie teure Ersatzteile nicht vorrätig halten müssen, sondern nur das digitale Modell. Im Endeffekt ist eine detaillierte Kostenvergleichsrechnung zwischen den beiden Varianten notwendig.

Was sind die ersten konkreten Schritte, um 3D-Druck in unserer Instandhaltungsabteilung zu implementieren?

Der Einstieg sollte schrittweise erfolgen und sich auf einen „Pain Point“ konzentrieren. Identifizieren Sie zunächst ein bis zwei Bauteiltypen, deren Ersatzbeschaffung momentan am schwierigsten, zeitaufwendigsten oder teuersten ist (z. B. seltene Dichtungsprofile, kundenspezifische Halterungen). Kaufen Sie zu Beginn einen geeigneten Prototypen-Drucker und trainieren Sie ein kleines Team in der Modellierung und dem Druckprozess. Damit sammeln Sie wertvolle Erfahrungen mit den lokalen Materialeigenschaften und bewerten gleichzeitig messbar die Zeit- und Kostenersparnis im Vergleich zum traditionellen Vorgehen.