Welches Fremdfirmenmodell ist das Richtige?

Die Vergabe von Instandhaltungsleistungen an externe Instandhaltungsdienstleister wird in Industrieunternehmen regelmäßig überprüft. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen aber auch einer geänderten strategischen Ausrichtung des Unternehmens reicht es manchmal nicht mehr aus, die bestehenden (Vertrags)-Strukturen nur fortzuschreiben sondern diese grundlegend anzupassen. Hierzu stehen verschiedene Modelle zur Verfügung.

Einige der häufiger in Unternehmen umgesetzten Modelle haben wir bereits im Blogartikel „Was ist Outsourcing in der Instandhaltung?“ beschrieben.

Der Umfang der auszuschreibenden Leistungen und die konkrete Ausgestaltung der Vertragsbeziehung zwischen dem externen Instandhaltungsdienstleister (Auftragnehmer) und dem eigenen Unternehmen (Auftraggeber) hängen von den Erwartungen, Anforderungen und den konkreten Zielgrößen ab, die erreicht werden sollen.

Auf Basis dieser Vorgaben können nun verschiedene Alternativen entwickelt und deren „Passgenauigkeit“ bewertet werden. Diese „Passgenauigkeit“ sollte in zweierlei Hinsicht geprüft werden. Hierbei geht es zum einen um eine rein monetäre Bewertung der Alternative und zum anderen um die qualitative Bewertung der Alternative.

Monetäre Bewertung von Fremdfirmenmodellen

Zur monetären Bewertung stehen verschiedene Ansätze zur Verfügung, wie der Kapitalwert oder die Kostenvergleichsrechnung. In der Regel gibt es hierbei jedoch meist konkrete Vorgaben seitens des Unternehmens, wie eine finanzielle Vorteilhaftigkeitsrechnung durchzuführen ist und welche Kostenfaktoren hierbei zu berücksichtigen sind. Bei komplexeren Alternativen (wie z.B. einem Generalunternehmerwerkvertrag mit langer Laufzeit) hat es sich als zweckmäßig erwiesen, zusätzlich verschiedene Szenarien zu bewerten, um die Stabilität der Alternativen besser bewerten zu können.

Qualitative Bewertung von Fremdfirmenmodellen

Die qualitative Bewertung der Alternativen kann mittels der Nutzwertanalyse erfolgen.

Bei der Nutzwertanalyse werden die rein qualitativ bewertbaren Faktoren bewertet, die bereits im Rahmen der Erwartungen, Anforderungen oder Zielgrößen festgelegt wurden. Diese werden gewichtet und der Erfüllungsgrad je Bewertungskriterium und Alternative wird bestimmt. Der Nutzwert einer Alternative errechnet sich dann als Summe über die Produkte aus Erfüllungsgrad und Gewichtungsfaktor je Kriterium.

Die präferierte Alternative ist somit gekennzeichnet durch eine Kombination aus höchsten Nutzwert und maximalen Kapitalwert (s. Bild 1).

Bild 1: Bewertungsmatrix

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