3 Gründe, warum gerade jetzt das Technische Controlling in der Instandhaltung auf den Prüfstand zu stellen ist

Das Technische Controlling ist bereits seit langem in vielen Unternehmen erfolgreich verankert. Es unterstützt bei der Planung, Analyse, Steuerung und dem Reporting, um die Ziele der Instandhaltung einzuhalten. Diese Aufgabenstellung wird auch zukünftig Bestand haben. Warum sollte also gerade jetzt das Technische Controlling auf den Prüfstand gestellt werden?

Grundsätzlich sollten alle Unternehmensprozesse regelmäßig weiterentwickelt werden. Diese kontinuierliche Weiterentwicklung wird nicht nur in der DIN ISO 9001 im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gefordert, sondern ist in der DNA eines jeden Wirtschaftsunternehmens verankert.

Darüber hinaus ergibt sich aus geänderten Rahmenbedingungen, Aufgabenstellungen und Zielvorgaben sowie neuen Technologien und Methoden die Notwendigkeit, den Veränderungsprozess schneller und konsequenter voranzutreiben. Diese Punkte sind auch Auslöser dafür, die Ausgestaltung des Technischen Controllings in der Instandhaltung zu prüfen. Insbesondere die folgenden 3 Gründe sind dafür der Treiber.

Grund 1: VUCA-Welt

VUCA ist ein Akronym gebildet aus den Begriffen Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity. Eine VUCA-Welt beschreibt also den Rahmen, in dem sich Unternehmen in der heutigen Zeit bewegen. Dies hat auch Einfluß auf die Ausgestaltung des Technischen Controllings. Insbesondere leiten sich aus VUCA folgende Anforderungen an das Technische Controlling ab:

  • Schnelle Entwicklung von erfolgreichen Alternativen zur Unterstützung geänderter Zielvorgaben
  • Zeitnahe Bereitstellung von notwendigen Informationen in der benötigten Datenqualität
  • Methodisch abgeleitete und exakte Risikobeurteilung geänderter Instandhaltungsstrategien
  • Umsetzung kurzer Planungs- und Steuerungszyklen mit geringem personellen Aufwand

Grund 2: Anforderung von Produktion/Unternehmen

Die typische Kundenanforderung an die Instandhaltung, nämlich die technische Anlagenverfügbarkeit zu minimalen Kosten bereitzustellen, wird auch weiterhin von Bedeutung sein. Die Tendenz geht jedoch gerade unter volatilen Marktbedingungen dahin, die Instandhaltungskosten weiter zu variabilisieren. Geänderte Instandhaltungsstrategien und eine angepasste Fremdfirmenstrategie unterstützen bei der Umsetzung. Für das Technische Controlling bedeutet dies:

  • Bereitstellung der benötigten Kosteninformationen zur Entscheidungsfindung, wie z.B. Anteil fixer und variabler Kosten in der Instandhaltung, Opportunitätskosten
  • Regelmäßige Auswertungen zu Anlagenverfügbarkeiten und Prozessindikatoren

Grund 3: Digitalisierung / Industrie 4.0

Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 haben sich die Möglichkeiten zur Analyse von Maschinendaten weiter verbessert. Hierbei fallen Begriffe wie Process Mining, explorative Datenanalysen, Maschine Learning, Deep Learning, etc. Daraus ergibt sich für die Unternehmen zum einen die grundsätzliche Fragestellung der Nutzung dieser Analyse-Tools. Zum Anderen ist sodann zu klären, wer diese Analysen im Unternehmen durchführt. Bleiben wir bei der o.a. Definition, dass das Technische Controlling auch für die Analyse von Daten verantwortlich ist, so ergeben sich daraus geänderte Anforderungsprofile und, damit meist verbunden, Qualifizierungsbedarfe der Mitarbeiter.

Ohne die Berücksichtigung der genannten 3 Gründe bei der Ausgestaltung des Technisches Controllings, wird eine langfristig erfolgreiche Ausrichtung der Instandhaltung schwieriger umzusetzen sein.

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