5 Punkte für einen erfolgreichen KVP in der Instandhaltung

Titelbild: Kontinuierlicher Verbesserungsprozess in der Instandhaltung

Die Methode des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) ist in vielen Industrieunternehmen implementiert. Dabei wird KVP zur schrittweisen Weiterentwicklung des Unternehmens in Richtung Best Practice genutzt. Auch die Instandhaltung ist in der Regel in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess integriert. Doch reichen die bisherigen Strukturen und Prozesse aus, um auch den maximalen Nutzen aus KVP zu erzielen?

Der Erfolg von KVP hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Die Vernachlässigung eines Faktors führt meist zu einer Verschlechterung der Ergebnisse von KVP. Die Auswahl der folgenden 5 Faktoren sichert daher sicherlich noch nicht abschließend einen erfolgreichen KVP. Es sind jedoch Faktoren, die aus unserer Erfahrung in Unternehmen nicht ausreichend umgesetzt werden.

1) Aktive Einbindung aller Mitarbeiter

Aus Rückmeldungen von Instandhaltungsleitern erfahren wir häufiger, dass die aktive Teilnahme am KVP, also dass Einreichen eines Verbesserungsvorschlags, sich auf einige wenige Mitarbeiter beschränkt. KVP lebt jedoch von einer breiten Ideenbasis und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Status-Quo. Dabei geht es nicht nur darum, rein mengenmäßig mehr Vorschläge zu erhalten sondern auch darum, durch das kritische Hinterfragen von Prozessen und Strukturen ein tieferes Verständnis zu erlangen. Dies führt letztendlich zu besseren Vorschlägen, qualifizierteren Mitarbeitern und einer verbesserten Prozessqualität.

2) Fehlerkultur

Die Umsetzung von Ideen aus dem KVP birgt auch immer das Risiko eines Mißerfolgs. Die erhofften positiven Effekte bleiben aus. In einer solchen Situation gilt es, KVP nicht als unnötig abzutun sondern das Positive der Methode zu erkennen. Wie Thomas A. Edison sinngemäß sagte: „Ich bin nicht gescheitert – ich habe 10.000 Wege entdeckt, die nicht funktioniert haben“. Daher gehört zu KVP auch eine Unternehmenskultur, die Fehler als Chancen sieht und die Veränderungen begrüßt. Dies bedeutet gleichzeitig, schnell Fehlentwicklungen zu identifizieren und die notwendigen Korrekturen zu ergreifen. Ganz im Sinne von Agilität.

3) Kurze Durchlaufzeiten von der Idee bis zu Umsetzung

Gerne wird im Rahmen der Einführung von KVP von der Unternehmensführung betont wie wichtig für das Unternehmen Veränderungen sind. Gerade in einer VUCA-Welt mit sich schnell ändernden Rahmenbedingungen und Kundenanforderungen ist eine Veränderung der Organisation notwendig, um auch weiterhin erfolgreich am Markt zu bestehen. Nichts unterstützt dies mehr als eine kurze Durchlaufzeit des Verbesserungsprozesses von der Einreichung der Idee bis zu deren Umsetzung. Dies ist ein direktes Signal an jeden einzelnen Mitarbeiter – „Eure Ideen sind uns so wichtig, dass wir diese auch zeitnah umsetzen“.

4) Einbindung in das Tagesgeschäft

KVP funktioniert am besten, wenn dieser im Tagesgeschäft integriert ist. Hierzu sollten vom Unternehmen zunächst die dafür benötigten Ressourcen und der Rahmen zur Verfügung gestellt werden. Zudem sind zusätzliche Möglichkeiten zu schaffen und Impulse zu setzen, um Ideen zu entwickeln.

5) Motivierte und qualifizierte Mitarbeiter

Strukturen, Prozesse, Methoden bilden immer eine unverzichtbare Grundlage zur Implementierung von KVP im Unternehmen. Doch ohne den Mitarbeiter, der gewillt ist sich kritisch mit dem aktuellen Zustand auseinanderzusetzen, und der die notwendige Qualifikation hat, gibt es auch nicht oder nur sehr stark eingeschränkt KVP. Dies ist die herausfordernde Aufgabe der Führungskraft, seine Mitarbeiter für Veränderungen und damit für KVP zu begeistern.

Nun geht es im nächsten Schritt darum, diese 5 Punkte konkret auf die eigenen betrieblichen Belange anzupassen und erfolgreich einzuführen.

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Unser Tipp:

Zusätzliche Informationen zum Thema KVP in der Instandhaltung erhalten Sie in unserem Video: (hier ansehen).